Schlaganfall Risiko Analyse in Mannheim

Das Vorhofflimmern:

  • Vorhofflimmern ist die häufigste und klinisch bedeutsamste Herzrhythmusstörung und eine häufige Ursache für Krankenhausaufenthalte und ambulante Arztbesuche.
  • Nach aktuellen Schätzungen sind rund 1 Million Menschen in Deutschland betroffen.
  • Potenziell gehört jeder – unabhängig von Geschlecht und Alter – zum Kreis der Gefährdeten.

Erhöhtes Risiko auf Vorhofflimmern bei:


Blutfette erhöht


Freizeitsportlern (ab 30-35 J.)


Schilddrüsenüberfunktion


Leistungssportlern (unabhängig  v. Alter)


Herzinsuffizienz


allen Menschen ab 50 Jahren


Herzleiden in der Familie


Übergewicht


Schlaganfälle in der Familie


Bluthochdruck

Verdacht auf Vorhofflimmern bei:


Diabetes


Synkopen  (Ohnmachten)


Rauchen


Ischämischen Attacken


übermäßigem Alkoholgenuss


Vasculärer Encephalopathie

Diagnose des Vorhofflimmerns:

  • Das Vorhofflimmern ist dramatisch unterdiagnostiziert und ist eine große Herausforderung für die Primärprävention, zumal das Risiko für einen Schlaganfall und/oder für eine vaskuläre Demenz unabhängig davon besteht, ob der Vorhof permanent oder nur ab und zu flimmert.
  • Frühzeitige Erkennung ist daher unverzichtbar zur Verhinderung von Schlaganfällen (30%), vaskulärer und gemischter Demenz  durch rechtzeitige Hemmung der Blutgerinnung. - Näheres zur Demenz siehe Anhang 1.

Andere Herzrhythmusstörungen:

  • Sie bedürfen ebenfalls der ärztlichen Kontrolle.
  • Sie können harmlos sein, aber auch auf ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt oder plötzlichen Herztod hindeuten.

Folglich: Screening als effektive Prävention !

  • Das SRA-Verfahren ist das erste praktikable Screening-verfahren für paroxysmales Vorhofflimmern im Gegensatz zur herkömmlichen Diagnostik, welche auf die Existenz von Flimmerepisoden innerhalb der EKG-Aufnahme angewiesen ist.

Das SRA-Verfahren:

  • Klassische EKG-Ableitung über separate Elektroden
  • Gesicherter und anonymer Datenversand über Internet
  • Automatische Auswertung auf dem Server von apoplex medical technologies
  • Die Daten des Original-EKG bleiben auf dem SRA-Server gespeichert und sind mit dem SRA-Viewer jederzeit abrufbar
  • Zeitnahe Zustellung des Analyse-Reports via E-Mail oder Internetzugriff

Die SRA schaut auch aufs Vorleben

  • Es werden Spuren vergangener Flimmer-Episoden nachgewiesen. Die Betonung liegt auf „vergangen“, da bei der SRA der Vorhof des Herzens nicht unbedingt zum Zeitpunkt der Messung flimmern muss.
  • Zudem  lässt sich das Risiko abschätzen, in wie weit die untersuchte Person in Zukunft davon betroffen sein könnte.

Anhang 1  -  Demenz:

Alle Erkrankungen, die höhere, integrative Leistungen des Gehirns beeinträchtigen, können zu einer Demenz führen. Die Ursachen sind unterschiedlich, zum Beispiel

  • Degenerativ  (Alzheimer Demenz,  ca. 50-60% aller Demenzen)
  • Vaskulär        (Vaskuläre Demenz,  ca. 20-30% aller Demenzen)
  • Entzündlich   (wie z.B. Multiple Sklerose)

und wirken additiv. So können vaskuläre Erkrankungen nicht nur die primäre Ursache einer Demenz sein, sondern auch dementielle Entwicklungen anderer Ursache beschleunigen. (Gemischte Demenz bei ca.15% aller Demenzen)

Dabei sind akute Gefäßerkrankungen nur die Spitze des Eisberges. Fünfmal häufiger sind unbemerkte ischämische Hirnläsionen, die als radiologischer Zufallsbefund oder in Bevölkerungsstudien auffallen und die Wahrscheinlichkeit, eine Demenz zu entwickeln, verdoppeln.

(entnommen aus Artikel „Einfluss vaskulärer Faktoren auf die Entwicklung einer Demenz“ ,verfasst von Prof. Knecht und Dr. Berger, erschienen im Deutschen Ärzteblatt Jg. 101, Heft 31-32 am 02.08.2004 )

 



 
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